Freitag
In der Hoffnung auf einen vorteilhaften Zeltplatz und schönes Wetter, reisten wir bereits am Freitag-Mittag an. Als wir dann im stürmischen Erzgebirgswind unser Zelt aufbauten, schwand mehr und mehr die Hoffnung auf Sonnenstrahlen an diesem Tag. Auch der zunehmende Regen tat sein Übriges um den Freitag so richtig zu versauen..
Kamen dann also nicht mehr zum Fahren. So war Zeit für einige kleinere Servicearbeiten am Bike. Mit der Gewissheit an diesem Wochenende Aufgrund von unvorhersehbaren Lieferschwierigkeiten, völlig ohne vorderen Regenreifen dazustehen hofften wir auf Gnade des Wettergottes wenigstens an den folgenden Tagen.
Samstag
Am Samstag-Morgen waren es die dichten Wolken, welche schon einer Nebelwand glichen, die uns ein Auf und Nieder der Gefühle, und Heiko ein hartes Training in Sachen Reifenwechsel bescherten. Dennoch entschieden wir auf Slicks zu fahren, denn es war ja „trocken“…. So ging es in die zwei freien Trainings mit diesigem Wetter und ohne Offroadteil, da der Wolkenbruch vom Vortag erstmal abzulaufen versuchte. Auf einem hervorragendem Platz 9 liegend, schlossen wir das zweite Training ab und freuten uns auf das für die wichtige Startposition entscheidende Zeittraining.
Ungefähr eine Stunde davor, schüttete es aus allen erdenklichen Kannen, so sehr dass einem Angst werden konnte. Keine andere Wahl habend, zogen wir hinten einen Regenreifen auf und bastelten in den vorderen Slick mittels Schneidegerät einige Wasserverdrängungsrillen, die der örtlichen Schnitzkunst nahe kamen. Das Motorrad schob zwar mächtig über den Vorderreifen, dieser funktionierte dennoch wesentlich besser als wir zunächst zu hoffen wagten, war aber eben nicht annähernd mit einem ordentlichen Regenreifen zu vergleichen und schlug sich schließlich auf den Startplatz 15 nieder. Wenigstens wurden wir am Abend mit reichlich Grillgut verwöhnt.
Renntag
Sonntag-Morgen dann wurden wir von Steffen geweckt, der sich an diesem Tag wie eine gut fürsorgliche „Mutti“ um uns kümmerte und uns zu unserem Erstaunen mit Kaffee, hotelverdächtigem Frühstück und einer ordentlichen Portion Sonne im Gepäck überraschte.
So konnten wir mit bester Laune und Optimismus in einen herrlichen Sommertag starten, und legten ein hervorragendes Warm-Up inklusive beider Offroad-Teile hin. Die Stimmung wurde dann doch noch leicht getrübt und zwar von einer erneuten Motorradklau-Aktion, die uns wie alle mitbekommen haben auf keinen Fall kalt lassen kann. Diesmal bei einen anderem Team direkt vorm Hotel zwei Motorräder inkl. kompletter Ausrüstung aus dem Transporter!! Ich denke es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Selbstjustiz greift und ein Exempel statuiert wird.
1.Lauf
Voller Tatendrang gingen wir dann zum ersten Lauf an den Start. Von Startplatz 15, das Fahrerfeld gut im Blick starteten wir in die ersten beiden Kurven worin sich auch gleich eine erste Chance in Form einer großen Lücke ergab. Leicht übermotiviert ging es am halben Fahrerfeld vorbei, ein wenig übers Ziel hinaus. Nach dem leichten Verbremser, musste eine 6-minütige Aufholjagt vom Ende des Feldes her, und konnten schließlich den 15. Startplatz ins Ziel retten.

2.Lauf
Wieder von 15 gestartet, ging es zwar zunächst 2 Runden im hinteren Getümmel um die Strecke, konnten uns aber dann ziemlich gut frei fahren, den Rhythmus finden und bis auf Platz 11 vorhetzen.
So schlossen wir ein hervorragendes Wochenende in Lichtenberg mit einem sehr guten 13. Gesamtrang ab. Mehr war Aufgrund der Umstände nicht zu machen. Schließlich war Dies auch der Einstand..
Bleibt mir bloß mich bei allen Beteiligten für den super Job zu bedanken und auf Teilnahme in Oschersleben zu hoffen. Ich würde mich riesig freuen..
In dieser Stelle sei auch ein großes Lob an die Veranstalter (vom Drift Cup) für die sehr gelungene Veranstaltung gesendet. War echt top….




